Die Blutkamm-Logbüc...
 
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Die Blutkamm-Logbücher.

Caver
(@caver)
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Joined: 2 Monaten ago
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Topic starter  

Aus den Logbüchern der Eulenrast im Blutkamm.
Wer die überhaupt schreibt? Das weiß niemand so richtig. Es wurde zumindest niemals jemand dabei gesichtet.

„Tag 10 (± 2 oder 3), abends:

Nach jetzt einigen Tagen Planung haben wir heute die Palisade oben im Gebirgspass gebaut, um die Vogelfrauen etwas zurückzuhalten – vor allem aber, um sie von der Straße zu vertreiben.

Wir haben im Voraus bereits einige um Hilfe gebeten. Zum Glück sind auch ein paar aufgetaucht. Wenn nicht, hätten sie sich auch selbst die Vogelfrauen vom Hals halten können. So scheint aber immerhin jeder daran interessiert, die Straße sicher zu halten.

Einige kamen aus Drachenbruch. Einige von wo-auch-immer. Und die ganzen, die eben im Blutkamm leben.

Für die Trupps haben wir uns aufgeteilt:

  • Suraki für den Kampftrupp

  • Es für den Palisadenbau-Trupp

Kommen wir zuerst zu den positiven Dingen:

  • Fast alle kamen einigermaßen pünktlich.

  • Die Palisade steht einigermaßen gut.

  • Fast alle waren stark genug, um ein oder zwei Stücke Holz oder Stämme zu tragen.

  • Thorus hat keine Schlägerei angefangen (erst danach).

  • Wir haben nur wenige Verluste im Kampf gegen die Vogelfrauen eingefahren.

  • Suraki hat frei gesprochen und geführt.

  • Es war genug Holz da.

  • Die Drachenbrucher haben gut geholfen, die Palisade zu bauen (50/50).

Nun zu den negativen:

  • Die Arbeitsmoral mancher war ungenügend.

  • Suraki hat vergessen, Schaufeln zu besorgen (Minuspunkt für die Zukunft).

  • Mehrere Palisadenbauer wurden von den Vogelfrauen angegangen – begünstigt durch fehlende Einsatzbereitschaft des Kampftrupps.

  • Viele standen einfach nur rum.

  • Wir mussten mit den Händen und anderen Dingen graben.

  • Prim wurde von einer Vogelfrau angegangen. Leider konnten wir Schlimmeres nicht verhindern. Er schläft seitdem wieder.

  • Es ist jetzt weniger Holz da.

Nun zu den Neutralpunkten:

  • Siehe Positiv-Punkte.

  • Diese Kareths vermehren sich wie Mücken. Bisher konnte Schlimmeres abgehalten werden.

  • Alira hat angeblich irgendein komisches Ritual abgehalten. Ich war anders beschäftigt, deswegen kann ich nicht beurteilen, was genau es nun tut.
    Sollte dies der letzte Eintrag sein, so wissen die, die unsere Leichen finden, Bescheid: Macht keine Rituale.

Kommen wir nun zur Bauart der Palisade:

Wir haben sie am engsten Punkt des Gebirgspasses aufgebaut. Hohe, angespitzte Pfähle wurden in die Erde gegraben und befestigt. Danach haben wir sie mit Brettern und Nägeln miteinander verschlagen, um ihnen Halt zu geben.

In der Mitte wurde ein kleiner Schlitz gelassen – gerade genug für Menschen. Die Vogelfrauen sollten dort nicht durchkommen. Vor allem vor dem Hintergrund, dass sie bisher viel zu fett und zu groß zum Fliegen waren (nach Beobachtungen verschiedener).

Wir werden dort noch eine Tür einbauen, für mehr Sicherheit. Vor allem, um bestimmte Personen (gewisser T. K.) notfalls auszusperren.

Das gesicherte Plateau können wir vielleicht verwenden, um uns dort auszubreiten. Die Straße sollte nun sicher sein.

Währenddessen drang der Kampftrupp weiter nach vorn, um auch hinter dem Ort der eigentlichen Palisade die Vogelfrauen zu erlegen. Auch die letzte Vogelfrau soll wissen: Nein, dies ist nicht mehr unser Gebiet. Wir drehen nun um und fliegen auf Bodenhöhe davon.

Zuletzt kommen wir nun also zur Bewertung der Teilnehmer
(zumindest aller, die ich mit Namen kannte und an die ich mich erinnere).

Wir nehmen hierfür eine Skala von 0–10 zur Wertung:

  • 0: Sehr schlecht, Ausgrenzung empfohlen

  • 1–3: Schlecht, Gespräch führen

  • 4–7: Normal

  • 8–9: Gut, vielleicht eine Belohnung wert (bspw. ein Lob oder eine Umarmung)

  • 10: Sehr gut. Sollten irgendetwas von Wert bekommen.

Angemerkt sei: Wir bewerten hier schlicht Arbeitsmoral und Können. Persönliche Gefühle oder Attraktion sind nicht mit eingeflossen. Dazu stehen wir mit unseren Namen.

Vom Blutkamm:

  • Suraki: 7/10

  • Alira: 8/10

  • Thorus: 2/10

  • Es: 10/10

  • Valia: 4/10

  • Prim: 5/10

  • Neoras: 5/10

  • Abraxas: 5/10
    Ø: 5,75

Aus Drachenbruch:

  • Darian: 7/10

  • Marius: 9/10

  • Morvin: 2/10

  • Saikha: 4/10

  • Irgendsonanderer: 8/10
    Ø: 6

Sonstige:

  • Lazzarr: 6/10
    Ø: 6

Gesamt-Ø: 6.
Besserung notwendig.

Anbei einige Skizzen der Palisade.

 



   
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Erol66
(@erol66)
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Joined: 1 Monat ago
Posts: 4
 

Unter kaltem Himmel – Thorus in der Blutkamm

Er hatte anfangs nicht mitgehen wollen. Nicht aus Bequemlichkeit, sondern aus Prinzip. Wer auch immer auf die glorreiche Idee gekommen war, man müsse Seite an Seite mit den aufgeblasenen Hurenböcken aus Drachenfurt stehen, hatte nie mit ihm gearbeitet. Thorus hatte ihre Gesichter gesehen, diese sauberen Hände und selbstzufriedenen Blicke. Es reichte, um ihm den Magen umzudrehen.

Aber er war trotzdem losgegangen. Warum, das konnte er selbst nicht so genau sagen. Vielleicht, weil er wusste, dass die Harpyien sich einen Scheiß um Stadtstreitigkeiten scherten. Vielleicht auch, weil Ess ihn angesehen hatte, auf diese Art, wie jemand, der nicht micht sich verhandeln lies. Oder weil Alira nicht lockerließ, auf ihn einredete. Er hasste es, wenn Leute ihn durchschauten, aber sie hatte es wohl.

Sie trafen sich im Pass, die Sonne hing schon tief zwischen den Zacken der Felsen. Die Luft war schneidend, und der Wind roch nach Ärger. In seinem Rücken das vertraute Gewicht des Schildes, in seiner Brust der alte Knoten aus Anspannung. Das hier war kein Aufmarsch. Das war ein Haufen zusammengewürfelter Gestalten, die versuchten, eine Bresche zu stopfen, bevor die Nacht sie verschluckte.

Er sagte kein Wort. Packte einfach mit an. Holz schleppen, Erde treten, Bretter halten. Jeder Stamm, den er trug, war ein Faustschlag gegen das Chaos. Die Schultern schmerzten bald, die Finger wurden taub. Aber es war ehrliche Arbeit. Keine Reden, kein Gelaber.

Als das Bauen begann, zog er sich etwas zurück. Nicht aus Faulheit, sondern aus Gewohnheit. Er stand dort, wo man sah, was kam. Die Hand am Griff der Klinge, den Blick scharf wie der Wind, der durch den Pass peitschte. Seine Schritte waren langsam, schwer, bedächtig wie die eines Tieres, das seine Umgebung kennt, aber keinem traut.

Die Luft war still geworden, unnatürlich still. Gespräche verklangen, nur der Wind blieb, flüsterte zwischen den Steinen. Dann war da dieses Geräusch – kaum hörbar, ein Schaben, ein kratzendes Tasten über Fels. Kein Tier machte solche Laute, kein Mensch bewegte sich so.

Ein Schatten löste sich vom oberen Rand der Schlucht, stürzte wie ein zerfetztes Banner herab. Eine Harpyie, gierig und zu früh. Der Angriff war roh, blind vor Hunger. Doch Thorus hatte sich bereits gedreht, das Schild ging hoch, fing den Aufprall mit einem Knall, der durch den Pass hallte.

Dann ging alles schnell. Suraki war da, seine Klinge ein silberner Blitz im Zwielicht. Ess kam aus dem Nichts, schlug zu wie jemand, der keine Zeit für Zweifel hatte. Und Alira, mit kaltem Blick, schnitt durch die Luft, als wolle sie der Welt selbst eine Warnung geben.

Federn wirbelten, Blut zeichnete den Boden rot. Kein Schrei, nur das Knacken von Knochen, das letzte Zucken. Dann lag sie da, das Maul noch geöffnet, als hätte sie nie gewusst, dass es sie treffen würde.

Thorus sah nicht zurück. Trat nur darüber hinweg, die Klinge noch in der Hand, und nahm wieder Haltung ein. Es war nicht der erste Kampf. Und sicher nicht der letzte.

Als das Vieh am Boden lag, sagte Thorus nichts. Trat darüber hinweg, als wär’s ein gefällter Baum, und bezog wieder Stellung.

Die anderen arbeiteten weiter, er drehte weiter seine Kreise. Schritt für Schritt, wie ein Schatten, der keinen Platz sucht, sondern Haltung wahrt. Seine Augen ließen keinen Rand unbeobachtet. Er war nicht der, der die Bretter schlug oder Nägel trieb. Er war der, der die Zeit kaufte.

Und das reichte. Die Palisade wuchs. Roh, uneben, aber sie hielt. Angespitzte Pfähle wie Zähne, die sich in den Pass bohrten. Kein Monument, nur ein klares Zeichen: Bis hierhin, nicht weiter.

Am Ende stand er da. Die Hände schmutzig, die Muskeln stumm vor Schmerz. Er sagte nichts, auch jetzt nicht. Worte waren überbewertet. Die Arbeit war getan.

Und als der Wind die letzten Federn davontrug, als der Himmel über ihnen dunkler wurde, wusste er: Für diesen einen Abend hatten sie die Grenze gezogen. Nicht nur aus Holz, sondern aus Willen.


This post was modified 1 Monat ago by Erol66

   
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Habsi
(@habsi)
Eminent Member
Joined: 2 Monaten ago
Posts: 14
 

In der Eulenrast auf dem Blutkamm findet man im Haus eine Liste auf Pergament, die gut gesichert wurde mit einer vermutlich geklauten Fensterscheibe und fragwürdigen Krötenlaich-Kleber mit Nägeln in dem Holzrahmen. Unten scheint jedoch ein Schlitz zu sein, scheinbar wird das Pergament da rausgezogen, aber mit Händen kommt man da nicht dran.

Verzeichnis der törichten Taten am Blutkamm

Bei Sammlung von 5 Strafpunkten gibt es eine Strafe die durch die Herrscherin des Blutkamms (Es) bestimmt wird. Jeden Nach-Tag werden 2 Strafpunkte gestrichen.
Beispiele für Strafen bei 5 Strafpunkten: Füße vom Priester waschen, den Eulenmann mit der Hand füttern, Verprügeln, Strafzahlung in Eulers, und so weiter.
 
 
Einträge:
 
Name: Thorus
(Bekannt auch als: Thoruskerl oder Regenwurm)
Beschreibung des Unfugs:
Pferdmord von einem Bären, unterlassene Hilfeleistung.
Ort des Vorfalls:
Irgendwo im Wald.
Gedankenlage der Person:
Leer.
Betroffene / Zeugen:
Waldina, Pferd (Opfer)
Bär (Zeuge)
Nachsatz / Lehre:
Vermutlich keine.
 
Strafpunkte: 3
Maßnahmen: 3 Punkte wieder gestrichen wegen fleissiger, stumpfer Arbeit im Wald für die Eulenrast.
 
Strafpunkte gesamt:
0
 
 
Name: Doran
(auch bekannt als: der beste Schmied)
Beschreibung des Unfugs:
Geht im See pissen und kacken.
Ort des Vorfalls:
Teich hinter den Zelten
Gedankenlage der Person:
Blätter im Wald tun zu sehr weh, Wasser macht besser sauber. Das man daraus trinkt wusste man nicht.
Betroffene / Zeugen:
See (Betroffen) und alle die daraus trinken!
Es, Suraki, Alira, noch irgendwer (Zeugen bei Beichte)
Nachsatz / Lehre:
Sucht nun anderen Ort für seine Geschäfte (die körperlichen)
 
Strafpunkte: 2
Maßnahmen: Wird noch überlegt. Vermutlich fallen gelassen wegen begrenzten Horizont durch zu viel Minenstaub im Kopf.
 
Aktualisiert am Nach-Nach-Tag, 2 Punkte gestrichen.
 
Strafpunkte gesamt:
0
 
 
Name: Eulenmann
(auch bekannt als: der Uhu-Huhu-Mann)
Beschreibung des Unfugs:
Öffnet die Koppeln und Törchen der Tiere
Ort des Vorfalls:
Innenhof Eulenrast
Gedankenlage der Person:
Streitet es ab.
Betroffene / Zeugen:
Tiere (Betroffene)
Flinkehand (oder wie der heisst) Neorasschneiderkerl, Alira (Beobachter / Zeugen)
Nachsatz / Lehre:
Wurde angedroht rausgeschmissen zu werden, wenn er Unsinn an den Ställen macht. 
 
Strafpunkte: 3
Maßnahmen: Wird noch überlegt, vermutlich verprügelt wenn es wiederholt wird.
 
Aktualisiert am Nach-Nach-Tag, 2 Punkte gestrichen.
 
Strafpunkte gesamt:
1
 
 
gez: Alira, Schreiberin des Blutkamms

This post was modified 3 Wochen ago by Habsi

   
Purgatorium reacted
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