Chroniken im Experi...
 
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Chroniken im Experimentierhaus der besonderen Begabungen

Anamoris
(@anamoris)
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*Am noch staubigen Tisch im neuen Experimentierhaus liegt ein einzelnes Pergament zwischen zwei alten, modrigen Buchrücken, die brutal von ihrem Innenleben befreit worden waren. Es ist sofort für jeden ersichtlich, der das Haus betritt - ist es doch das einzige Objekt, das nicht verstaubt ist. Auf dem Pergament ganz oben steht in kleiner, aber gut lesbarer Schrift:*

Bitte tragt Eure Erfahrungen hier ein:

*Darunter etwas größer, und mit schnörkeliger Schrift, einer Überschrift gleich:*

Chroniken des Experimentierhauses

*Wieder darunter findet sich, einer Vorlage gleich, der erste Eintrag, sichtlich in der selben Schrift wie der obere Teil, doch deutlich femininer durch Schnörkel und Kringel und geneigte Buchstaben gestaltet.*

Saikhas erster Eintrag, am 10. Tage des Erwachens

Wir konnten uns einigen, leichter als ich dachte. So viele suchen wie ich nach Antworten, und nun haben wir dafür auch einen Ort gefunden. Er liegt fernab von Drachenbruch, Eulenrast und Silberfels und ist halb in den Berg gehauen - perfekt für unsere Zwecke.

Die Wahl des Hauses war mit überwältigender Mehrheit erfolgt. Anwesend waren: Almina, Asanny von Waldsee, Cades, Darian, Finstersaum, Lazzarr, Morven Maloi, Marius Oskarad, Primeris Magriel, Silas Schinder, Theodor Greifenfels, Viassis, und natürlich ich, Saikha.

Mit 8 von 13 Stimmen und meiner Enthaltung bin ich überzeugt, dass diese Wahl nicht überprüft werden müsste.

Das erste Planungstreffen hat sofort stattgefunden. Wir einigten uns darauf, welche Räume wir bräuchten:
- Eine Werkstube, feuerfest, mit Braukessel, Papierpresse, einer Werkbank für die Herstellung von Artefakten und einem kleinen Ort mit vielen Phiolen für das alchemistische Erforschen von allerlei
- Eine Schreibstube mit Regalen zur Konzentration und Aufbewahrung des Wissens, das wir hier anhäufen werden
- Einen Forschungs- und Experimentierraum, der möglichst steinern und ohne viel Mobiliar ist
- Einen Raum für den offenen Diskurs, mit genügend Sitzmöglichkeiten, einem kleinen Sprechpult und vielleicht einer angeschlossenen Küche
- Einen Lagerraum
- Einen Ruheraum mit ein paar Betten
- langfristig eventuell der Ausbau eines Kellers für weitere Zwecke, die erst durch Forschung erkenntlich werden

Wir sprachen auch über die weitere Vorgehensweise, das Unterfangen wird von uns allen ein wenig abverlangen. Um die nötigen Mittel aufzubringen, definieren wir eine Kiste oder ähnliches, wo jeder gerne abgibt, was er beitragen kann. Mit diesen Mitteln werden Handwerker bezahlt, so nötig. Desweiteren werden wir alle ab jetzt nach Möbeln suchen, die die vorhandenen, morschen Möbel ersetzen beziehungsweise unsere Räume nach unseren Wünschen gestalten.
Eine Skizze, in welchem Raum was platziert werden möge und wie welcher Raum von uns allen gestaltet werden sollte, wird in den nächsten Tagen aufgelegt.

______________
*unter dem Eintrag findet sich eine dicke Linie, wie um den nächsten Eintrag einzuleiten*


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Anamoris
(@anamoris)
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*ein weiterer Eintrag findet sich zwischen den dicken Buchdeckeln, mit zittriger Schrift geschrieben, ohne Schnörkel und unnötige Schwünge*

Saikhas zweiter Eintrag

Bericht über die Untersuchung der Überreste des ersten Unwesens sowie seines Amuletts

Am Faetag versammelten sich die ehrenwerten Kollegen Primeris, Elijah, Darian, Kat, Silas, Lazzarr, und meine Wenigkeit, Saikha. Später stießen noch Kollege Feisal sowie Kollegin Ysolde hinzu. Erklärtes Ziel war es, dem Geheimnis rund um die wandelnden Skelette auf die Schliche zu kommen. Kollege Primeris hatte die Knochen eines erschlagenen Unwesens eingesammelt, sowie ein Amulett, das dieses Unwesen bei sich trug.

Die Untersuchung des Amuletts erfolgte erst durch eingehende Sichtung, dann wurde überprüft, ob es sich um einen Fokus handeln könnte. Ergebnis: es ist kein Fokusgegenstand. Schließlich erbot sich Kollege Darian, das Amulett anzulegen. Es zeigte keinen sichtbaren oder nach seiner Beschreibung spürbaren Effekt. Der Gegenstand wird bei einem nächsten Treffen auf seinen Wert als historischer Indikator überprüft.

Die Untersuchung des Skelettes erfolgte erst durch eingehende Sichtung. Optisch unterscheiden sich die Knochen in keinster Weise von "normalen" sterblichen Knochen (Vergleichsversuchsobjekt waren einige Knochen, die ich, Saikha, beim Erwachen in meiner Tasche vorfand). Kollege Darian konnte dank seiner besonderen Begabungen ein Gefühl intensiver Natur erlangen. So berichtete er, dass während die von Saikha zur Verfügung gestellten Knochen einen tiefen inneren Frieden vermitteln, die Knochen des Unwesens unstet und wohl noch reaktionsstark auf seine Begabungen reagieren. Ein Unterschied war also klar feststellbar.

In weiterer Folge analysierte Kollege Feisal, der mittlerweile dazu gestoßen war, die Knochen. Es gelang ihm, mit Unterstützung von Kollege Primeris und meiner Wenigkeit, ein feines Netz um die Knochen wahrzunehmen, verworren, chaotisch, aber doch klar ersichtlich. Jedenfalls für jene, die dieses Talent in sich entdeckt haben.

Ich möchte ab hier eine klare Warnung vermitteln, unsere weiteren Handlungen nicht unbedacht zu reproduzieren. Das Erstaunen über die vorangegangene Entdeckung ließ uns fahrlässig und überstürzt fortfahren: Wir versuchten, unsere eigenen Kräfte in dieses Netz einzuspeisen, die Fäden zu sortieren und riskierten unser aller Leben sträflichst. Das Skelett zerbarst in unzählbar viele Teile und schrammte uns allen einige gehörige Kratzer auf seiner Flugbahn quer durch den Raum. Das Laboratorium ist daher bis zu einer eingehenden Reinigung als gesperrt zu betrachten.



   
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Anamoris
(@anamoris)
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*die Handschrift, die doch immer die selbe ist, scheint wieder geändert, Schnörkel, Kringel und unnötige Linien sind wieder zu sehen, und doch wirkt alles etwas steifer als noch im ersten Eintrag*

Saikhas dritter Eintrag

Erstes Treffen am Nachmittag, organisatorischer Natur
Zweites Treffen am Abend, Nachbesprechung des Experiments an den Gebeinen des Unwesens

Erstes Treffen:
Anwesend: Silas, Primeris, Saikha, Ysolde

Um Primeris in seiner Rolle als Hausmeister zu entlasten, wird Silas zukünftig als Bibliothekar fungieren. Er übernimmt die Aufgabe, das Wissen des Hauses an Freunde des Hauses weiterzureichen sowie einen Überblick über die zu erwartende Masse an Schriftstücken zu bewahren.

Zweites Treffen:
Anwesend: Alberich, Darian, Lazzarr, Saikha, Samantha, Silas, Primeris

Erkenntnisse des Gesprächs:
1) Zukünftig wird mehr Wert auf Sicherheit gelegt
2) Eine Nachsorge für etwaige Verletzungen sollte selbstverständlich sein
3) Das Amulett wird nicht als Objekt besonderen arkanen Wertes betrachtet, sollte jedoch noch weiter untersucht werden.
4) Der aus dem Experiment resultierende Kopfschmerz betraf nur "Hermetiker", die direkt eingewirkt hatten. Darian etwa blieb verschont, trotz direkter Interaktion auf seine Weise.
5) Die beinernen Unwesen von Eulenrast sind allen Indizien folgend aus zuvor unkenntlichen Gräbern entstiegen.

Ungeklärte Fragestellungen:
1) Könnte das arkane Netz, das in den Gebeinen zu sehen war, auch andern Orts oder in anderen Lebewesen vorkommen?
2) Ist ein Netz als solches eine beachtenswerte Struktur, sollten Spinnennetze etwa neu betrachtet werden?
3) Ist das Erscheinen der beinernen Unwesen ein natürlicher oder ein gelenkter Prozess?
4) Könnte das Amulett seinen Ursprung bereits in den fähigen Händen eines Erwachten haben?
5) Gibt es eine Abfolge des Erscheinens, ist daher Eichenwacht der nächste Ort eines Angriffs?

Aufgeworfene Theorien, deren Überprüfung aussteht:
1) Es gibt eine oder mehrere höhere Macht/Mächte, die uns hier nicht haben will und daher allerlei Unwesen auf uns hetzt. Dem gegenüber müsste jedenfalls eine oder mehrere zweite höhere Macht/Mächte stehen, die uns hierher bringt.
2) Es gibt in dieser Welt das natürliche Phänomen, dass sich allerlei Unwesen wieder erheben.
3) Das arkane Netz lässt sich in anderen, lebenden Wesen ebenfalls finden.
4) Das Amulett, um ein beinernes Unwesen gelegt, gibt Kontrolle über das Wesen.

Resultiernde Aufgabenstellungen:
1) Spinnennetze untersuchen auf deren Struktur.
2) Überprüfung des Vorhandenseins eines Arkanen Netzes in anderen Lebewesen.
3) Schaffung eines Protokolls für sicheres Erforschen.
4) Abfrage aller Feinarbeiter, ob das Amulett von ihnen stammt
5) Warnung an Eichenwacht überbringen.
6) Exkursion zu den bekannten, beinerne Unwesen beherbergenden Orten der bekannten Länderein.

Ergänzungen des Protokolls sind mehr als gewünscht.
Gez. Saikha



   
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Xantus
(@xantus)
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Protokoll über die Ereignisse im Handelsposten Eulenrast, 

betreffend: Schimmel-Anomalie

 

Als Prämisse sei hier festgehalten, dass bereits seit mehreren Tagen im Schankraum des Handelsposten Eulenrast hartnäckiger Schimmel aufgetreten ist, der den üblichen Mitteln der Entfernung widerstanden oder mehr oder weniger in beschleunigtem Wachstum anschließend zurück gewachsen ist. Vorangegangene Untersuchung auf arkane Muster des hochgeschätzten Collegus Primeris enthüllten, dass in oder um den Schimmel eine Art gräulicher Nebel wahrzunehmen sei, der darauf schließen ließ, dass der Ursprung beziehungsweise Wesen des Schimmels metamagischer Natur waren.

Am Abend des gestrigen Tages gestaltete es sich, dass das Wachstum des Schimmels scheinbar exponential angestiegen und der Schankraum mehr oder weniger komplett vom Pilz überwuchert war. Die Luft im Schankraum selbst war von den allgegenwärtigen Sporen verseucht und nur schwer zu ertragen.

Als meine eigene Person sich dem Phänomen zuwenden konnte, waren bereits Herr Suraki und Dame Alira damit beschäftigt, mit Werkzeug die Wand hinter dem Kamin, der mehr oder weniger der Ursprung des Schimmels zu sein schien, einzureißen. Eine metamagische Analyse meinerseits enthüllte zu diesem Zeitpunkt einen roten, hungrig pulsierenden Nebel, dessen Zentrum mit dem Ursprung des Schimmels zu korrelieren schien. Ich bitte hier festzuhalten, dass dies im krassen Gegensatz zu Collegus Primeris postulierten "Grauen Nebel" steht, der einige Tage zuvor erkannt wurde und vielleicht auf eine höhere Aktivität der Entität schließen lässt.

Anwesende Personen, wie die geschätzte Dame Alira und Suraki, schienen durch das längere Verweilen im schimmelverseuchten Zimmer kognitiv beeinträchtigt zu werden, Symptome waren inkohärente Sprache und scheinbare Reduzierung körperlicher Funktionalität.

Hier muss mein Protokoll leider vage werden, da ich selber nicht immer direkt im Schankraum anwesend war und darauf vertrösten muss, dass ich selbst im verräterischen Gefängnis gefühlsbedingter Affektion durch die auftretenden Geschehnisse in schmählicher Weise abgelenkt wurde.

Jedenfalls gestalte es sich, dass das Loch groß genug geschlagen war, dass unsere geschätzte Collega Saikha aufgrund ihrer, in diesem Fall, vorteilhafter Physiognomie ihres Leibes, durch das Loch kletterte, gesichert von Herren Suraki mittels eines Seils. Rekonstruierend glaube ich, dass sie hinter das Haus ins Gebüsch stieg, ohne jedoch einen klaren Ursprung des Schimmels zu finden. [Notiz: geschätzte Collega, ich bitte hier um Revision, falls es sich um eine Falschinformation meinerseits handelt!]

In weiterer Folge wurde der Versuch gestartet, mittels einer Fackel mit dem Schimmel zu interagieren, was einen ohrenbetäubenden, kreischenden Laut erzeugte. Ich will hier anmerken, dass das augenscheinliche Fehlen einer Lunge oder anderer Organe darauf schließen lässt, dass a) der schwarze Schimmel eine Art Evolution normaler Pilze darstellte und/oder b) der Schrei magischer Natur sein musste.

Als ich selbst versuchte, mittels magischer Manipulation einen Feuerpfeil eher vage in das zuvor geäußerte "Rote Pulsieren" zu feuern, gestaltete sich die Reaktion aber als quasi nicht existent, was aber auch daraus resultieren konnte, dass die Wirkung des Zaubers zu lokal und ungesteuert war. Durch die erste Reaktion der Schimmel-Entität wurde beschlossen, Öl in den Kamin, wo der Pilz seinen Ursprung zu haben schien, zu gießen und dieses mittels Fackeln zu entzünden, was einen weiteren, gewaltigeren 'Schrei' der Wesenheit auslöste. Die reinigende Kraft des Feuers schien der Wesenheit derart zuzusetzen, dass davon ausgegangen werden kann, dass diese dabei "starb".

Eine anschließende metamagische Analyse meinerseits ergab, dass das rote Pulsieren verschwunden war und stattdessen eine Art, ich will es bildhaft ausdrücken, kalte, schmierige Leere vorherrschte.

Anmerkung: Das Sammeln von Proben und die anschließende Untersuchung sollte nun unsere höchste Priorität haben! Die Voruntersuchungen von Primeris und meine anschließenden in-situ Analysen bestärken mich in der Annahme, in Kombination mit den Aussagen unserer empathisch-veranlagten Wirkern wie Dame Alira, dass es sich um eine Art magisch-empathische Entität gehandelt haben muss.

 

Abschlussbemerkung: Gleichwohl meine Analyse eine Inaktivität der Wesenheit ergab, sollte bestätigt werden, dass diese von dauerhaftem Zustand ist!

 

gez,

Feisal ibn Hadjin, am 24. Tag des zweiten Mondes des ersten Erwachens 

 

 

 


This post was modified 6 Tagen ago by Xantus

   
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