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[Bau RP] Eichenwacht erwacht

falamin
(@falamin)
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Am Ortseingang von Eichenwacht

Der Abend war noch jung, als sich drei Gestalten am Ortseingang versammelten.

Kein Rat war einberufen worden.
Kein Aushang hatte dazu aufgerufen.
Es war kein großer Plan – nur ein stilles Einvernehmen.

Der Klotz mit der Henkersaxt stand noch immer dort, wo er so lange gestanden hatte. Ein düsteres Relikt vergangener Tage, mehr Mahnung als Schutz. Und der dunkle Fleck vor dem Tor sprach ebenfalls von einer Zeit, die man hinter sich lassen wollte.

„Dann eben jetzt“, war alles, was gesagt wurde.

Äxte wurden gehoben.
Holz splitterte – oder vielmehr versuchte man das.

Bau RP 01

Was vermutlich entschlossen aussehen sollte, wirkte eher… unerquicklich. Drei Männer, die mit ehrlichem Eifer auf einen massiven Block einschlugen, der sich davon nur mäßig beeindruckt zeigte. Späne flogen, der Klotz jedoch blieb.

Das blieb nicht unbemerkt.

Ein Schmied namens Jarel, vom Lärm angelockt, trat näher und beobachtete das Schauspiel eine Weile mit schief gelegtem Kopf. Schließlich räusperte er sich.

„Ihr könnt noch bis zum nächsten Mondlauf darauf einschlagen… oder ihr brennt ihn einfach nieder.“

Stille.
Ein kurzer Blickwechsel.
Dann ein zustimmendes Nicken.

Leomar verschwand, kehrte mit Ästen und Bruchholz zurück. Bald schon knisterte es am Fuß des Blocks. Rauch stieg auf, Flammen leckten am alten Holz empor – erst zögerlich, dann hungriger.

Bau RP 02

Mit Schaufeln, die Jarel bereitstellte, standen die drei beisammen und wachten über das Feuer. Keine Hast, kein Triumph – nur konzentrierte Aufmerksamkeit. Der Wind wurde beobachtet, Funken im Blick behalten. Niemand wollte, dass aus einem symbolischen Akt ein handfester Brand wurde.

Der Klotz, einst Zeichen von Härte und Furcht, fiel nicht mit lautem Krachen.
Er zerfiel. Glühte. Wurde zu Asche.

Bau RP 03

Und als nur noch rot schimmernde Glut übrig war, wandten sie sich dem zweiten Makel zu.

Der Blutfleck vor dem Tor.

Mit ruhigen, gleichmäßigen Bewegungen schaufelten sie die dunkle Erde aus dem Weg. Kein großes Wort wurde darüber verloren. Man musste nicht benennen, was jeder wusste.

Frische Erde wurde herangetragen und verteilt. Der Boden geglättet. Der Weg neu gefasst.

Als sie schließlich zurücktraten, war es kein monumentaler Unterschied.

Bau RP 04

Doch wer Eichenwacht betrat, würde nicht länger zuerst an eine Hinrichtung erinnert werden.
Sondern an einen Weg.

Es war kein großes Ereignis. Keine Zeremonie. Kein Jubel.

Nur drei Männer, die beschlossen hatten, nicht länger zu warten.

Denn Eichenwacht sollte nicht von seiner Vergangenheit geprägt bleiben.
Sondern von dem Willen jener, die sie nun Heimat nannten.

Machen – nicht nur reden.
Und so hatte es begonnen.


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Morgenstern
(@morgenstern)
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Endlich fand sich die Zeit den Müll, der überall in Eichenwacht herum lag, wegzuräumen. Kat versuchte die Bestandteile zu ignorieren, versuchte nicht zu atmen während sie es hinfort trug. Was hatte sich hier zugetragen, dass die Leute so unachtsam mit ihrer Heimat umgingen. Nach und nach klärte sich das Bild, Kat fühlte sich wohler und war zufrieden mit ihrer Arbeit.

Vielleicht sollte auch der grässliche Dunghaufen vor dem Stall weichen? Das würde sie besprechen müssen.

       

 


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falamin
(@falamin)
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Die Untotenplage am Steinkreis nahm kein Ende – im Gegenteil. Mit jeder Nacht schienen es mehr zu werden. Zwischen den knorrigen Bäumen und uralten Monolithen flackerten rote Augen auf, und das unheilvolle Knacken gespannter Bögen ließ selbst den Wind verstummen.

So fassten Cahir, Kat, Konrad und Leomar einen Entschluss.

Noch in derselben Nacht zogen sie los. Kein Zögern, kein Aufschub. Die Hängebrücke, die neben dem schmalen Höhlendurchgang den einzigen Zugang zum Siedlungskern bildete, durfte dem Feind nicht länger offenstehen. Unter dumpfen Schlägen und knarrendem Seilwerk gaben die Tragetaue schließlich nach. Mit einem letzten ächzenden Laut stürzte die Brücke in die Tiefe – Holz splitterte, Seile rissen, und der Zugang war gekappt.

Untote Barrikade 1

Untote Barrikade 2

Untote Barrikade 3

Doch das allein genügte nicht.

Der Höhlendurchgang wurde provisorisch verbarrikadiert. Mit kräftigen Händen und schweißtreibender Arbeit setzten Cahir und Leomar schwere Stämme in vorher gegrabene kleine Löcher, verkeilten sie mit Stämmen, bis kaum mehr als ein schmaler Spalt blieb. Schlussendlich wurden noch zwei lange Stämme von der improvisierten Holzbarrikade zu den Steinstufen eingekeilt. Die Arbeiten hallten in beide Richtungen und immer wieder hörten die beiden beim arbeiten die klackernden Knochen in der Nähe.

Untote Barrikade 4

Untote Barrikade 6

Untote Barrikade 5

Es war kein Bollwerk für die Ewigkeit – aber eines für diese Nacht.
Und manchmal ist genau das alles, was man braucht.

Nach getaner Arbeit traf Leomar noch zufällig auf den Holzarbeiter Elijah, kurz wurde ihm berichtet und beschlossen am kommenden späten Abend gemeinsam die improvisierte Barrikade zu besuchen und zu beratschlagen wie er sie wohlmöglich verbessern könnte.


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