Das waren anstrengende Tage die der alte Prim verbracht hatte. Seit dem letzten Treffen im Experimentierhaus der besonderen Begabungen waren nun schon wieder einige Tage vergangen und nachdem die Versammlung endete zerstreuten sich die Begabten in alle Himmelsrichtungen. Nur Saikha und er blieben zurück und begannen noch ein paar Stühle zu rücken und Möbel aufzustellen bis Nacht und Müdigkeit endgültig über sie herein brachen. Auch die folgenden Tage waren von viel Arbeit geprägt. Immer mehr Schränke, Kommoden und Tische wurden herangeschafft und aufgestellt, sodass sich die Räume langsam füllten. Das Experimentierhaus sollte immerhin ein Ort werden der zum eigenständigen aber auch gemeinschaftlichen Studium einlädt und für Forschungen die besten Möglichkeiten bietet. Daher war es unumgänglich für eine anständige Ausstattung zu sorgen.
Besonders eines ließ ihm aber seit der letzten Versammlung der Begabten keine Ruhe. Die waghalsige Idee einen wandelnden Knochenmann einzufangen und dann zu untersuchen. Es schien als hielten das viele der Begabten für eine gute Idee, doch der alte Prim der machte sich sorgen. Er konnte nicht leugnen, dass auch er der Idee nicht gänzlich abgeneigt war, doch die Folgen die so eine Unternehmung mit sich brachte, ließen ihn nachdenklich werden. Vor allem eines beschäftigte ihn. Wohin mit dem Untoten wenn er einmal gefangen war? Und die Antwort war klar, natürlich ins Experimentierhaus der besonderen Begabungen, denn dafür war es da.
Doch bislang war das Experimentierhaus nicht für so eine Unternehmung ausgelegt und daher keimte bald ein Gedanke in Primeris. Ein Kerker musste her! Oder zumindest ein geräumiger Käfig, mit massiven Eisengittern, verankert in den dicken Steinmauern des Laboratoriums. Ja so sollte es klappen, selbst ohne weiträumige Kellergewölbe. Ein Käfig wo man gefährliche Untersuchungsobjekte wegsperren konnte. Man konnte ja nie wissen.
So kam es also dazu, dass der alte Prim sich darum bemühte einen solchen Käfig anfertigen und einbauen zu lassen. Und der Zufall spielte ihm in die Hände. Denn nach wenigen Tagen schon, konnte er gleich zwei fähige Schmiede antreffen, die er um ihre fachmännische Meinung fragen konnte. Nicht nur das sie beide zuversichtlich waren, ein solches Vorhaben auch in die Tat umsetzen zu können. Es wirkte auch so, als wären sie wirklich an dem Auftrag für das Experimentierhaus interessiert.
Primeris war sehr erfreut über die Entwicklungen und hoffte, dass sich die beiden Schmiede zusammen tun würden um gemeinsam den Käfig zu schmieden und aufzustellen. Vielleicht fand sich sogar noch ein interessierter Gehilfe der mit anpacken würde.
Um den Stein nun endgültig ins Rollen zu bringen fertigte der alte Prim einen >>Aushang<< an, der den Auftrag beschrieb und fähige Handwerker aufrief sich zu beteiligen.
