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[Event-RP] Der Strohmann und seine strahlende Zukunft

Dorodo
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Seit Alira und er die Vision geteilt haben, die sie hatten, war das Land in Unruhe. Alle Vorfälle schienen doch auf eine Macht hinzuweisen. Eine Macht, die weit hinaussteigt, als das, was die Erwachten dagegen tun konnten. 
Dazu gab es noch eine Frist. Eine Frist, bis der nächste Katalysmus passieren soll. Und auch wenn neue Antworten gegeben wurden, haben sie keine Hilfe gegeben, was man tun sollte, um dieser Bedrohung Herr zu werden.

Und auch wenn Darians Nächte geplagt waren, mit seiner eigenen Dunkelheit. So war sein Tag gefüllt mit Gedanken, wie er der fremden Dunkelheit Herr werden soll.
Und ihm war klar, alleine könnte er es nicht hinkriegen. Und doch. In der Unruhe, die ihn umhertreibte, bildete sich eine Ahnung. Eine Ahnung, wie er sie auch oft in Drachenbruch hatte. 

Und je mehr er mit anderen sprach, desto klarer wurde die Ahnung. Wenn ihre Kraft in dieser Welt nicht ausreicht, um der Bedrohung Herr zu werden, dann müssen sie ihr Vertrauen in die anderen Kräfte dieser Welt stecken. 
Nicht alles war ihnen feindlich gesinnt und darin lag der Schlüssel.

Als sich diese Ahnung zu einer Idee bildete, begannen seine Vorbereitungen. Ein Glück, dass er mit Garm zusammenlebt. Er hatte genügend Zugriff auf Stroh und Heu und er machte sich an die Arbeit, all das zu Ballen zu binden. 
Wenn er nicht an dem Heu saß, hatte er eine Axt in der Hand, sie in die Bäume treibend und Scheite zurechtschlagend. Selbst das Bruchholz und die Äste werden gesammelt. Alles wird sein Nutzen finden.

Und doch, bevor das ganze Holz sein Nutzen finden kann, mussten all die Heuballen an seinen Platz finden. Der Anfang war einfach. Die ersten Heuballen ließen sich einfach stapeln, aber wie soll er die Heuballen noch weiter höher stappeln?
Hah! Wenn er in einem gut war, dann war es exzessiv Sachen zu machen. Also wenn er ein Stapel nicht hochgenug stapeln kann, braucht er mehr als ein Stapel!
Und so machte er noch mehr Heuballen. Garms Vorrat an Weizen und Gräsern wurde hart angegriffen, aber um sie dicker zu gestalten und weniger Stroh und Heu zu nutzen, hat er sich auch an den ganzen Bruchholz bedient, die er in die Ballen mit einarbeitet.

So kann man ihn vielleicht sehen, wie er am Tag nach und nach ein Gestell aus Heuballen aufbaut und so wird nach und nach wenigstens der Oberkörper des Strohmannes fertig gestaltet. 

Für die Arme werkelte er aus Holzstämmen zwei Gestelle an denen er übriggebliebene Strohhalme befestigt, bis die Holzstämme darunter kaum zu sehen waren. Dank seines Gestells war es ihm mit vielen Mühen möglich, die Arme in die Heuballen zu drücken, so dass noch mehr von den Stämmen nicht zu sehen waren und der Mann auch nun Arme hatte. Zwar komische Halmarme, die schräg und schief sind, aber dennoch Arme.

Nur der Kopf war eine wirkliche Herausforderung für Darian. Ein Heuballen alleine würde nicht reichen für den Kopf, aber wie soll er einen besonders großen Ballen auf den Stapel kriegen, ohne dass der Stapel umkippt?
Ihm kam nach langem Überlegen dann aber die Idee, statt einen großen Ballen zu nehmen, nahm er drei Heuballen, die er aufeinander gelehnt, aneinander bindet. So bildeten die Heuballen ein Loch, mit denen er die Ballen auf den Stappel packen konnte und mithilfe eines eingewachsten Seils sichern konnte. 

So entstand der Strohmann. Und doch war es nur der Anfang seines Schicksals.



   
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Dorodo
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Nach dem großen Strohmann folgten kleine Männer und Wesen, aus Ästen, Zweigen und Stroh. Es gab vieles, was in dieser Welt liegt, was Angst auslöst. Und alles musste seine Repräsentierung finden. 
Am Tag war er stets am herumeilen, doch wenn die Nacht Einkehr findet und andere zur Ruhe finden, finden bei Darian nur seine Gedanken zu sich.

Und sie waren auch mit Sorge und Ängste gefüllt. Was bedrohte jeden hier? Was könnten sie dagegen tun? Diese Sorgen führten seine Hände beim Gestalten der Figuren. Er flechtete Figuren, Tiere und allerlei Gestalten, die in dieser Welt lebten. Dabei waren die ersten Figuren noch grob und mehr Symbole als Figuren. Doch was Darian an Talent mangelte, machte er mit Exzess wieder wett. Figur für Figuer wird geflochten und geschnitzt. 
Ein riesiges Tier, dass einen Bär ähnelt. Eine Gestalt, mit einem Körper so dünn wie Knochen. Tiere, denen es an jedem Gliedmaß an Stücken fehlt. Nach und nach sammelt sich neben ihm, im sanften Schein des Feuers, die Figuren. Viele Nächte, wo er mit seinen Gedanken und seiner Energie alleine war und sich nicht der Dunkelheit hingeben wollte.

Und doch war er nicht alleine, im Gestalten der Figuren. Und doch sind nicht nur seine Sorgen und Ängste da hineingeflossen. 
Saikha, sehnsüchtig wartend auf die Eröffnung des sanften Erwachens, besuchte Garm und Darian an ihrem Hof. Und sie wollte helfen. 
Also saßen sie aufeinmal gemeinsam im sanften Erwachen und flechteten Figuren. 

Dort, wo er sonst alleine war, teilte er die Arbeit nun mit jemanden. Und nicht nur die Arbeit, dort wo seine Hände seine Sorgen ausgedrückt haben, konnte er diesmal mit jemanden über sie reden. 
Ein Moment der Verbindung für beide, ein Moment, wo beide nicht mit ihren Sorgen alleine sind. So floßen nicht nur seine Sorgen und Ängste hinein, sondern auch Saikhas. Und die Gewissheit, dass sie nicht mit ihren Sorgen alleine sind, sondern zusammenhalten. 

Ein simpler Abend und doch voller Bedeutung, für die beiden aber auch für seinen Plan. Am Ende des Abends verließ Saikha Darian mit einer Flechtfigur eines Pferdes und eines rankenbesetzten Bären.



   
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Dorodo
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Heute war der Tag gekommen. Darian hat viel seiner freien Zeit verbracht, noch mehr Anhänger und Talismäner zu schnitzen und zu flechten. Es sind Tiere geworden, Gestalten, die Menschen aber auch Skeletten ähneln aber auch das Symbol eines Herzens und eines Schwertes hat sich darunter geschlichen. 
Doch die eigenartigste Figur war eine menschliche Gestalt, umrankt von Seilen, die wohl Ranken darstellen sollen.

Am Tag der Eröffnung nahm er den riesigen Haufen an Figuren, die er erschaffen hat und tunkte sie alle in Asche und Kohle. So, dass sie alle eine schwarz, gräuliche Färbung annahmen. Ebenso nahm er das gesamte Bruchholz, welches er gesammelt hatte und tunkte es in die Kohle, so dass auch das Holz tiefschwarz wirkte. 

Und dann kriegte der Strohmann seine letzte Gestaltung. Mit all den Figuren, Bruchholz und ein paar zündelnden Überraschungen von Alira kehrte er zu seinem Strohmann zurück. Erst fing er an mit kleinen, geflochteten Heufäden, all die Figuren die er erschaffen hat, an die Figur des Strohmanns anzubringen. Um den Körper herum, an den Beinen und auch an den Armen. Sie alle baumeln an dem Strohmann herab. 

Eine wilde Mischung an kohlegefärbten Tieren, Gestalten, Herzen und Objekten. Ein riesiger Bär, ein verwester Wolf, gerüstete Gestalten. Und alle waren sie schwarz gefärbt durch die Kohle. 
Im selben Zug versteckte er die Überraschung Aliras um den Kopf des Strohmannes herum.

Und dann folgte das Bruchholz. Er verteilt es an der Basis des Strohmannes in komplexen Geflechten. Dies ist das längste von den Vorbereitungen des Strohmannes. Er hat viel Bruchholz in den letzten Wochen gesammelt. Und nun findete es endlich seinen Nutzen. Immer wieder legte er Haufen an Bruchholz an bestimmten Stellen, ehe er anderes Bruchholz nahm, um diese Haufen zu verbinden. Dabei legt er sehr viel Acht, dass das Holz so gut es geht ineinander verflochten wird, so dass es nicht nur wie beliebige Haufen aussah, sondern eher den Anschein von dem altbekannten Schimmel aus der Eulenrast erwecken soll.

Am Ende hat der Strohmann seine endgültige Gestalt gefunden und sie ist doch recht makaber. Eine in den himmelragende Gestalt mit Holz-Schimmelflechten an der Basis, schwarz gefärbte Anhänger aus Holz und Stroh sowie zwei blau wirkende Knöpfe oder Bälle als Augen und eine Nase aus dem selben Material.



   
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Dorodo
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Nach den Vorbereitungen am Strohmann

Die Symbolik war vorbereitet. Und doch ging es heute nicht nur um pure Symbolik. Es ging heute auch darum etwas zu schaffen. Er kannte seine Fähigkeiten noch nicht wirklich gut. Aber er wusste mittlerweile, dass er Verbindungen zu anderen Kräften aufbauen konnte. Und wer oder was auch immer vor zwei Wochenläufen mit ihm geredet hat, alles was sie gesagt hat, hat sich als wahr herausgestellt. 

Er fühlte sich schon an dem Abend hilflos und jeder Tag der folgte, hilf nur seine Hilflosigkeit weiter anzufeuern. Und auch wenn die Hilflosigkeit in Frust und Wut überschwappte, so war ihm dennoch schmerzlich bewusst, dass er alleine zu schwach war, die Bedrohung, die sie alle heimsuchte, etwas entgegenzusetzen. Und auch mit jeder Waffe in dieser Welt war er sich nicht sicher, ob die Erwachten der Bedrohung wirklich etwas entgegensetzen konnten.

Also blieben ihm nur noch seine Fähigkeiten und die Verbindung, die sie herstellen können. Doch für die richtige Verbindung braucht er die richtigen Symbole. Der Strohmann alleine wäre das falsche Symbol, das was aus ihm werden soll ist das entscheidende. 
Nein, wenn die Fae seinem Ruf in dieses Land folgen soll, muss er auch das Land selber vorbereiten für ihre Ankunft. Wie sonst, soll sie wissen, wo sonst nun das Herz des verbliebenden Paktes schlägt?

Erst vergrub er Knochen um den Strohmann herum, er ist letztendlich das Zentrum von all dem, was er heute vorhat und das Gelände hatte auch noch eine tiefere Bedeutung von ihm. Sie war letztenendes eine Mühlenfae und sie brauchte doch ihre neue Heimat zumindestens in der Nähe einer ehemaligen Mühle.

So düster wie der Strohmann war und das, was im Boden um ihn herum ruhte, so war doch das, was er nun in dem gesamten Umkreis vergräbt, deutlich beruhigender aber auch deutlich stinkender. Überall um das sanfte Erwachen herum, vergräbt er Kräuter. Rittersporn, Knoblauch, Grabmoos und auch immer mal wieder einer dieser Samen, welche die Tiere ausspucken. 
Um den Hof herum, aber auch um die Mühle herum, vergräbt er überall diese Bündel an Kräutern. 

Als das alles erledigt war, hatte er das meiste erledigt. Ihm fehlten nur noch zwei Symbole. Eins für die Fae und eins für Lanja. 
Er wusste nicht woher, aber als Alberich ihm das Symbol für Lanja nannte, wusste er, dass er irgendwo im Umkreis von Drachenbruch fündig werden müsste. 

Das Symbol für die Fae musste bis zum Abend warten, jedoch konnte er wenigstens schon das Symbol für Lanja finden. Wenn er den findig wird. Er war sich ja noch nichtmal sicher, ob er wirklich weiß wie Myrte aussieht. 
Und er war sich wirklich nicht sicher. Also sammelte er allerlei Zweige, die sich für ihn richtig anfühlten. Glücklicherweise war da auch ein Myrtezweig dabei. 

Doch wird er es bis zum Abend auch herausfinden?



   
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Dorodo
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In der Nacht nach dem Fest

Sie wurden beschenkt, die Fae hat ihnen was überlassen, dass sie stetig an den Abend und an ihren Schutz erinnern wird. Nun, da der Ort mit der Fae verbunden war, blieb nur eine einzige Sache. 

Einer der ersten Dinge, die Darian getan hatte, war es einen Ast von der wunderhaften Pappel abzuschneiden, an dem sie das erste Wunder der Fae erfahren haben und den Pakt beschlossen haben. Dort hatte die Fae ihnen gezeigt, dass sie ihren Schutz haben und der Pakt hat noch einmal ihr Blut mit der Fae geteilt.

Auch wenn die meisten Paktmitglieder dem großen Schlaf verfallen sind, der Pakt wirkt noch. Über Welten hinaus, so war die Fae auch Zeugin und Teil des Paktes.
Und in ihrer aller neuen Heimat werden sie noch einmal den Pakt besiegeln. So dass sie alle, egal in welcher Welt, für immer verbunden sein werden.

Aber dieser Tag war noch lange nicht gekommen. Erst musste dieser Ort zu der Heimat werden, die er sich erträumt hat. Aber heute war der erste Schritt getan. Der schützende Blick der Fae wird nun stets über sie liegen und sie wird wie die Garm und Darian in diese neue Heimat hineinwachsen.

Mit diesen Gedanken kümmerte er sich um den Ast, den er zu einen Setzling gezogen hat. Am Abend nach der Eröffnung hatte der Setzling schon ein paar Wurzeln geschlagen und nun war seine Zeit gekommen. In der Asche, wo er die Faegur herausgezogen hat, vergrub er den Setzling. 

In der Hoffnung, dass das Licht von Garm, Darian und der Fae die Pappel in Zukunft blühen lassen wird.



   
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