Was ist GUTES Rollenspiel?
Gutes Rollenspiel zeichnet sich vor allem darin aus, dass man nicht der Einzige ist, der Spaß hat, sondern dafür sorgt, dass alle anderen Beteiligten auch Spaß an den entstandenen Situationen haben. Dabei gilt der Grundsatz: Wir spielen miteinander und nicht gegeneinander.
Um anderen nicht den Spaß am Spiel zu nehmen, gibt es deshalb einige Dinge, die man als Spieler beachten muss. So ist vor allem zu beachten, dass man mit seinem Charakter in der Rolle zu bleiben und sich an der Spielwelt und deren Gegebenheiten zu orientieren hat. Dinge, die nicht in der Spielwelt geschehen sind, kann der Charakter nicht wissen. Auch total unlogisches Verhalten, wie zum Beispiel völlige Todesverachtung, weil „es ja nur ein Spiel ist“, kann dafür sorgen, dass der Spaß für andere Spieler erheblich getrübt wird. Alles was der Charakter tut, sollte auch entsprechend mit Emotes beschrieben werden – hat man vor, einen anderen Spieler durch Nutzen der Spielmechanik anzugreifen, gehört es zum guten Ton (und den Regeln), das durch eine entsprechende Beschreibung auch klarzustellen.
Absolutes No-Go im Rollenspiel ist es, sogenanntes Out-of-character (oder kurz: OOC) zu sprechen. Loggt man seinen Charakter zum Spielen ein, ist ab diesem Moment “IG” (also In-Game, in der Rolle) angesagt. Ab diesem Moment wird es zwingend notwendig, ganze Sätze zu schreiben und Formulierungen zu benutzen, wie sie in der modernen Sprache wohl eher nicht vorkommen. Grundsätzlich wird im Spiel die höfliche Anredeform “ihr” statt “sie” als direkte Anrede für Einzelpersonen benutzt.
Beispiele:
Sie gehen? -> Ihr geht?
Sie wissen schon, dass Sie zu spät sind? -> Ihr wisst schon, dass Ihr zu spät seid?
Sie haben Ihren Hut vergessen. -> Ihr habt Euren Hut vergessen.
Ich grüße Sie! -> Ich grüße Euch!
Das Duzen von Fremden gilt, genau wie heute auch, als ungehobelt, kann aber durchaus auch zum eigenen Charakter passen. Nur sollte man sich dann nicht wundern, wenn der Adlige, den man gerade geduzt hat, extrem gereizt reagiert.
Die katastrophalste Art von OOC ist allerdings, Dinge zu bereden, die nicht in die Spielwelt gehören, wie etwa Fußballergebnisse oder die Bundespräsidentenwahl. Zu dieser Art von Missgriff gehört auch, seinen Charakter Dinge wissen zu lassen, von denen zwar der Spieler Kenntnis durch das Gespräch mit anderen Spielern hat, die der Charakter jedoch so nie im Spiel in Erfahrung gebracht hat. Solche Fehler können vom Staff auch bestraft werden.
