Talent
Eine Einteilung des Talents der Magiewirkung wurde von Kollegen Marius Oskarad im Jahr 1 nach Neubeginn in drei Ausprägungen beschrieben. Eine Abschrift liegt im Haus der besonderen Begabung zur Nachlese bereit. Hier widmen wir uns dem Bereich der Immanenzmagie. Das Wirken von wissenschaftlicher Magie scheint ebenso wie die zwei anderen Ausprägungen eine spezielle Begabung zu erfordern um gewirkt werden zu können. So konnte der Versuch einer untalentierten Person bei ansonsten gleichgestaltetem Versuchsaufbau zu keinem positiven Ergebnis führen. Somit scheint bisher als bestätigt dass nur Personen mit einer minimalen Begabung in Immanenzmagie in der Lage sind die Werkzeuge jener Ausprägung erfolgreich zu nutzen.
Worte der Macht
Der Wirker mit nötiger Begabung wählt durch die Nutzung der richtigen Worte – oder auch Spruchformel genannt – die Veränderung die er zu bewirken wünscht. Bisher beobachtet führt jeder Anwender eine gewisse Bewegung aus, die jedoch nicht einheitlich zu kategorisieren war. Die genaue Durchführung der Gesten scheint irrelevant da hier Unterschiede im Ablauf beobachtet werden konnten.
Beobachtet man das Wirken der beiden Anderen Ausprägungen könnte man darauf schließen dass die Worte der Macht den Fokus auf den gewünschten Effekt stärken. Die Frage ergibt sich ob bei nötiger Willensstärke und Vorstellungsvermögen ein Wirken auch ohne die Assistenz der Worte der Macht möglich wären.
Eine Auflistung der Machtworte liegt im Haus der Begabungen auf und kann dort abgeschrieben werden. Zudem bietet der Autor Abschriften in gebundener Form zu günstigem Preis an. Der erfahrenen Studiosa mag bereits die ein oder andere Anomalie im Bereich der Machtworte aufgefallen sein. Diesbezüglich scheint es unabdingbar zu sein weitere Forschungen und Beobachtungen durchzuführen.
Foki
Nach einer ausgiebigen Versuchsreihe wird angenommen dass Machtworte ohne ein entsprechendes Artefakt zu berühren keinerlei Auswirkungen haben. Egal ob sie von einem Untalentierten oder einem fortgeschrittenem Lernenden gesprochen werden, eine Art Kanalisation durch ein zuvor geladenes Artefakt ist zu der Begabung zwingend erforderlich. Fokusgegenstände wurden schon in diverser Form und Affinität (siehe Elemente) untersucht. Die bisher einfachste Form des Fokus scheint der Zauberstab. Es handelt sich hierbei um ein Aststück, das in einem Ritualkreis (siehe Transmutationskreis oder Bannkreis) mit Hilfe spezieller Artefakturwerkzeuge mit Salz verschmolzen wird. Näheres zur allgemeinen Fokustheorie wird laufend erforscht.
Hierzu kann die geneigte Leserin im Haus der Begabung, Bibliothek, ausgelegte Forschungsaufzeichnung zur Fokustheorie von Silas Schinder Einsicht genommen werden. Foki werden in einem Transmutationskreis geladen. Die Reagenzien hierzu differieren je nach Artefakt. Jeder Fokus besitzt eine maximale Ladekapazität. Je nachdem welche Reagenz gewählt wird fügt deren Auflösung eine bestimmte Ladungsmenge hinzu. Beim Wirken wird je nach Fokus und Affinität von Fokus und Wirkung eine gewisse Ladungsmenge abgezogen. Wird ein Artefakt zur Gänze entladen zerfällt es zu Staub. Solange nur die Spur einer Ladung im Objekt verbleibt kann es wieder in einem Kreis geladen werden. Bisher hat sich bei der gewissenhaften Nutzung keine Abnutzung eines Fokus feststellen lassen.
Magische Kraft oder Mana
Wurden alle Voraussetzungen erfüllt, Worte richtig gesprochen, Formeln genau eingehalten, benötigt ein Wirker geistige Kraft die durch den Fokus geleitet, wo eine Ladung Abgezogen wird, die gewünschte Wirkung erzielt.
Nach dem Sprechen der worte und der Durchführung der obligatorischen Geste kommt es zum Entzug der Energie im Wirker. Hierbei unterscheide ich vorerst in zwei Möglichkeiten: Erfolg und Misserfolg.
Bei einem Erfolg kommt es zum geplanten Effekt, der Energieaufwand des Wirkers ist dem Zauber entsprechend hoch und eine Ladung des Fokus wird verbraucht um die Wirkung in der Welt zu manifestieren.
Bei einem Misserfolg kommt es zu einem reduzierten Energieentzug und einer negativen Reaktion am Wirker wie ein stechender Schmerz oder Brennen der Finger nebst Rauchentwicklung jedoch keine geplante Wirkung (Zauber). Die bereits aufgewandte Energie wird nicht durch den Fokus geleitet sondern verpufft.
Unterschiedliche Zauber benötigen individuelle geistige Kraftanstrengungen. Konzentration und Disziplin in der Durchführung können den Kraftaufwand vermindern. Jeder Nutzer hat ein gewisses Kraftpotential welches stätiger Regeneration unterliegt, die durch Konzentrierten Zustand und disziplinierten Geist in ihrer Effektivität beeinflusst wird.
Transmutationskreis oder Bannkreis
Der Transmutationskreis dient als weiteres rudimentäres Werkzeug des Immanenzmagiers.
Immanenz
bezeichnet das Innewohnen, Enthaltensein oder Verbleiben innerhalb eines Bereichs, beschreibt Dinge, die innerhalb der Welt oder eines Systems erfahrbar sind, ohne deren Grenzen zu überschreiten. Sie wird auch als eine Ebene verstanden, die sich aus der Situation selbst ergibt.
Elemente
Ladungen und Zauber haben eine bestimmte Affinität zu einem Element. Bisher konnten folgende Elemente als existent betrachtet werden: Feuer, Wasser, Erde, Luft
Zusammenfassung und These
Hier möchte ich eine erste These zur Diskussion stellen wie die Magie in der Welt existieren und oder wirken könnte.
Es existiert Energie in der Welt die Realität formt oder formen kann. Der Immanenzmagier greift durch Wille und Wissen in die bestehende Realität ein und verändert sie. Die Formung der Veränderung wird durch den Willen des Wirkers in Form von Spruchworten bestimmt.
Aus den beiden anderen Ausprägungen der Magie wissen wir (These nach Marius Oskarad) dass ein Wirken ohne Spruchworte grundsätzlich möglich ist. Ebenso ist die Verwendung von Paraphernalien nicht grundlegend mit dem Magiewirken verbunden da die Immanenzmmagierin im Prinzip keine Reagenzien für das Zaubern an sich benötigt sondern nur die dem Fokus entsprechende Element-Ladung. In der Empathie Ausrichtung beispielsweise werden Reagenzien direkt verbraucht ohne Worte zu sprechen. Um einen tieferen Einblick zu erhalten mag es erfolgversprechend erscheinen das Wissen um die Grundlagen der Magie mit Forschenden der anderen Ausprägungen zu vergleichen und zu analysieren. Der Lesende sei angehalten eine genauere Betrachtung selbst zu initiieren. Der Autor wäre dankbar ob einer Lektüre zur Vergleichenden Magiewissenschaft.
Schlusswort
Der Tag ist zu kurz, und von jener Zeit wird auch noch etwas für Schlaf und Lebensunterhalt abgezogen. Selbst mit Glück bleiben dem Forscher nur Jahrzehnte um zu Lernen. Das unentdeckte Wissen ist gewaltig und in einem solch begrenzten Magierleben wohl kaum alleine zu ergründen. Daher sei jeder Studiosi angehalten sich auf die Suche nach neuen Erkenntnissen zu machen und diese der Welt der Wissenschaft zugänglich zu machen. Wie dem Autor jüngst mitgeteilt wurde dass seine Aufzeichnungen die Flamme des Forschungsdrangs eines Artefakteurs entfachte so heizte das Wissen, einem Wissenssuchenden Inspiration gegeben zu haben auch den Forscherdrang des Autors an. Bitte denk daran lieber Leser – das Haus der Begabungen dient als grandiose Plattform um Wissen zu erlangen, thematisieren und auch weiterzugeben. Natürlich muss ich darauf hinweisen dass meine Theorien unvollständig und jederzeit diskutabel sind. Wir Schaffer von Wissen sollten uns bewusst sein, dass auch jede fehlerhafte Theorie eine Wichtige ist und jeder Fehler als Bestätigung des Ausmerzens von Unwissenheit darstellt und somit gefeiert werden darf.
Möge Wissen und Weisheit Euch auf Euren sicheren Wegen begleiten.
Silas Schinder, Jahr 1
