Kapitel I
Das Erwachen
Er war grade erst erwacht und sah sich leicht verstoert um "Wo bin ich?" als er von einer ploetzlichen, unnatuerlichen Muedigkeit ueberfallen wuerde, die ihm die Augen gleich wieder zufallen lies. Sein letzter Gedanke bevor ihn die Dunkelheit wieder umhuellte "Etwas ist hier, etwas ist mitgekommen".
Stille.
Dunkelheit.
Dann kam die Stimme, zuerst nur ein Raunen, dann ein Fluestern, das langsam anschwoll bis sich aus den unverstaendlichen Lauten die ersten Worte bildeten. "Na, endlich wieder da? Das wurde auch langsam Zeit! So lange hast du noch nie gebraucht."
Langsam oeffnete er seine Augen und sah sich um. Niemand da. Er war alleine. Nur die Graeser und Pflanzen um ihn herum wiegten sich im Wind.
Und dann sprach die Stimme wieder. Diesmal nicht wie ein fluestern sondern wie ein leichter Donner aus der Ferne. "Willkommen in der neuen Welt".
Er sah sich wieder um. Niemand war zu sehen.
Mit zaghafter Stimme fragte er "Wo bin ich?"
"Das ist doch offensichtlich. Du bist hier."
"Und wo ist hier?"
"Hier ist eine neue Welt fuer dich. Deine Welt ist laengst vergangen. Und die Welt danach auch, und die danach. Und jetzt bist du hier."
"Meine Welt? Hier ist nicht meine Welt?"
"Jetzt ist hier deine Welt. Es wird sich zeigen ob diese Welt Bestand hat und ihr das Schicksal der Welten zuvor erspart bleibt. Aber das haengt ab von dir."
Die Antworten der Stimme scheinen ihn mehr zu verwirren. "Und wer bin ich?"
"Was fuer eine dumme Frage. Du bist wer du schon immer warst. Du bist der Eine."
"Der Eine? Ist das mein Name?"
Keine Antwort.
"Und wer bist du?"
Wieder keine Antwort.
"Was mach ich hier? Warum bin ich hier?"
"Das musst du schon selber herausfinden. Finde den gebrochenen Fels unter fallendem Wasser im Leib der Mutter und deine Reise beginnt. Suche nach dem Abbild einer laengst vergessenen Gottheit und sie wird dir den Weg weisen."
"Was soll das heissen? Was ist ein gebrochener Fels unter fallendem Wasser? Wie soll ich meine Mutter finden wo ich doch nichteinmal weiss wer ich bin?"
Stille. Keine Antwort. Kein fluestern mehr im Hintergrund. Die Stimme hatte sich wohl zurueckgezogen und lies ihn in Verwirrung zurueck.
"War das ein Traum oder ist das grade wirklich passiert?"
Sein Magen begann zu knurren und es war wohl Zeit sich auf den Weg zu machen um etwas essbares zu finden und vielleicht andere Menschen die ihm seine Fragen beantworten koennten.
