Andere derzeit bekannte Namen dieser Gottheit

  • Hüterin der Leidenschaft
  • Tänzerin im Zwielicht

Derzeit bekannte Symbole dieser Gottheit

  • Myrtenzweig
  • Feuer in jedweder Ausprägung

Charakteristika der Gottheit

Bisher bekanntes Auftreten

Lanja zeigt sich den Sterblichen meist als eine wunderschöne Frau mit langen, dunklen Haaren. Ihr Aussehen wird von einer Aura unterstrichen, die gleichermaßen atemberaubend wie wandelbar ist: Mitunter vermag sie ein Gefühl der Wonne bis hin zur Wollust hervorzurufen, in anderen Augenblicken strahlt sie eine allumfassende Güte aus. Manchmal jedoch – man hüte sich davor – geht von ihr auch eine leidenschaftliche Wut aus.
Dieses abstrakte und vielseitige Gefühl der Leidenschaft, das in den unterschiedlichsten Schattierungen auch bei den Sterblichen auftritt, dort verbunden mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten und Lebenslagen, wird also auch in der Person dieser Göttin verkörpert. Die Art ihres Auftretens steht dabei stets in Wechselwirkung mit dem Tun und dem Sein des Sterblichen, dem sie sich zeigt. Lanja ist somit im Spektrum von „chaotisch“ bis „licht“ nicht klar einzuordnen und daher am ehesten als „neutral“ zu positionieren.

Bisher bekannte Details ihrer Lehre und ihrer Gläubigen

Die Grundaussage von Lanjas Lehre lautet, dass die Leidenschaft der essenzielleAntrieb für das Tun und auch das Sein der meisten irdenen und nichtirdenen Existenzen ist. Leidenschaft ist daher der Ausgangspunkt für unterschiedlichste Tätigkeiten: Sei es die Leidenschaft, die eine Gelehrte an den Tag legt, wenn sie Tage und Nächte mit dem Studium ihrer Schriften verbringt, auch wenn ihr vor Erschöpfung beinahe die Augen zufallen. Sei es der Handwerker, der trotz wunder Hände fleißig das Werkzeug führt, bis sein Produkt meisterlich fertiggestellt ist. Sei es die Kriegerin, die sich mit Klinge oder Bogen ohne Furcht den abscheulichsten Kreaturen in den Weg stellt. Sei es der Landwirt, der mit größter Achtsamkeit einen kleinen Samen zu einer gesunden Pflanze heranzieht.
Auch hinsichtlich der Lebenseinstellung, des Seins, ist Leidenschaft vielseitig: So kann man leidenschaftlich den Wegen des Lichtes folgen, wie man auch leidenschaftlich die Pfade der Dunkelheit beschreiten kann. Man kann leidenschaftlich zum Leben verhelfen, z.B. durch den körperlichen Akt der Liebe, durch Heilung und auf viele andere Weisen. Man kann aber natürlich auch leidenschaftlich den Weg des Todes einleiten; auch das ist unbestritten.
Gleichfalls ist auch nicht von einer homogenen Gruppe an Gläubigen Lanjas zu sprechen, denn einzig die Leidenschaft, wahrgenommen und verehrt als existenzieller Antrieb ihres Seins und Tuns, verbindet die Gefolgsleute dieser Göttin.
Es sind noch keine verbindlichen Rituale und geordneten Kultusgruppen bekannt, wenngleich die Gefolgsleute Lanjas aufgrund ihrer vielschichtigenMöglichkeiten der Glaubensausübung dafür bekannt sind, zur Orientierung die Schamanen dieser Gottheit um Rat zu fragen. Diese Kundigen oder auch Traumdeuter, wie sie genanntwerden, sind in fünf Zirkeln geordnet, wovon der innerste der erste Zirkel ist und damit der Göttin am nächsten steht.
Feste Orte der Andacht sind gleichfalls noch nicht bekannt. Das ist nicht weiter verwunderlich, da sich die Göttin Lanja und auch ihre Gefolgsleute als tolerant gegenüber anderen Gottheiten und ihren irdenen Anhängern zeigen. So werden die gemeinhin bekannten Orte der Kraft, wie Runensteinkreise, für die Huldigung der Göttin ebenso genutzt, wie auch das schlichte Tun im Alltag selbst ein Akt der Andacht ist.